Katastrophenanleihen (CAT-Bonds) | AVS Valuation

Naturkatastrophenanleihen (üblicherweise auch Cat-Bonds genannt), eine beliebte Art von Insurance-Linked Securities, bieten Investoren Zugang zu einer neuen Quelle von Renditen. Diese Anleihen werden in der Regel von Versicherungsgesellschaften (durch Special Purpose Vehicles) emittiert, um einige der Risiken im Versicherungsgeschäft abzusichern (Rückversicherungsgedanke).

Cat-Bonds sind üblicherweise so strukturiert, dass ein variabler Coupon ausgezahlt wird, solange keine vorher definierte Naturkatastrophe eintritt. In dem Falle, dass diese Naturkatastrophe eintritt, wird die Verpflichtung des Emittenten, die Zinsen sowie das Kapital zurückzuzahlen, entweder aufgeschoben oder aufgehoben. Daher hängen die Zahlungen eines Cat-Bonds nicht von der Bonität des Emittenten, sondern vom Eintritt vorher definierter Naturkatastrophen ab (Erdbeben, Hurricanes). Das Emittenten-Risiko ist aufgrund der Struktur sogar ausgeschlossen.

Diese Wertpapiere können generell sehr lukrativ für Investoren sein, da sie in der Regel einen hohen Kupon zahlen, und eine geringe Korrelation zu den Finanzmärkten sowie eine vergleichsweise niedrige Volatilität aufweisen. Der Nachteil ist der Verlust bzw. die Aufschiebung von Kapitalrückzahlungen im Falle einer Naturkatastrophe.


Ein Beitrag der AVS-Valuation GmbH, Frankfurt am Main. Für Rückfragen stehen wir gerne unter clientsupport@avs-valuation.com zur Verfügung.

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